Heizkörpertausch – Modernisierung Mietwohnung Duisburg – 07-2018

Vorher

In Bearbeitung

Nachher

Planheizkörper

Was ist ein Planheizkörper und welche Vorteile hat er? Wo lassen sich plane Heizkörper einsetzen und in welchen Varianten sind sie zu haben?

Planheizkörper sind eine besondere Form von Plattenheizkörper, die zu den Flachheizkörpern zählen. Wegen ihrer kompakten Konstruktion werden sie mitunter auch als Kompaktheizkörper mit glatter Front verkauft. Typisch für Planheizkörper ist die raumseitige Oberfläche ihrer wasserführenden Heizplatte: Sie ist komplett eben, also plan. Daher auch die Bezeichnung „Planheizkörper“. Wenn Sie sich einen geradlinigen, klaren Look ohne viel Schnörkel wünschen, dann sind diese eine gute Wahl. Mit seiner flachen Frontplatte und einer individuellen Verarbeitung mit Strukturlack hebt er jede moderne Inneneinrichtung auf ein höheres Niveau.

Plane Heizkörperplatten sorgen für höheren Strahlungswärme-Anteil

Jahrelang waren geriffelte, sogenannte “profilierte” Heizplatten, also solche mit einer bestimmten Riffeloberfläche, gang und gäbe. Der Grund für die Riffelung ist schnell erklärt: Man geht davon aus, dass die Heizleistung einer Heizplatte von der Größe ihrer Fläche abhängt. So weit, so richtig. Man hat also die Oberfläche der Stahlbleche geriffelt, um diese insgesamt zu vergrößern.

Allerdings bringt die geriffelte Oberfläche der Stahlbleche, aus denen die Heizplatten gefertigt wurden, ein Problem mit sich: Vor den Riffeln kommt es zu kleinen Luftwirbeln, die – auf die Gesamtfläche des Heizkörpers bezogen – für eine recht ordentliche Luftbewegung sorgen.

Man könnte jetzt meinen, dass das nur gut sei, weil sich auf diese Weise die Luft im Raum schneller erwärmt. Wäre da nicht die Tatsache, dass es sich dabei um ein Heizen nach dem Prinzip der Konvektionsheizung handelte. Und Konvektionswärme empfinden die Verbraucher nun mal als unbehaglich. Unbehaglicher zumindest, als die von einer Heizung abgegebene Strahlungswärme. Beide Wärmearten kommen von einem Heizkörper, wobei man um der Wohnbehaglichkeit wegen bemüht ist, den Anteil der Strahlungswärme überwiegen zu lassen.

Und deshalb geht man zunehmend dazu über, plane Heizkörper in die Wohnräume zu installieren, in denen es auf Behaglichkeit besonders ankommt: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer.

Planheizkörper erfüllen höchste Ansprüche an Hygiene

Aus gutem Grund also verzichten viele Hersteller von Planheizkörpern deshalb inzwischen auf die Konvektionsbleche zwischen den planen Heizplatten. Ihre Planheizkörper bestehen dann nur aus den Heizplatten mit glatter Oberfläche – zumindest ist die Oberfläche plan, die in den Raum gerichtet ist (Frontfläche). Wegen ihrer hohen Reinigungsfreundlichkeit sind Planheizkörper besonders hygienisch und auch dort vorteilhaft im Einsatz, wo Hygiene ein Muss ist. Daher sind plane Heizkörper häufig als sogenannte Hygieneheizkörper in Krankenhäusern oder in Altersheimen im Einsatz.

Es gibt bereits Planheizkörper, deren Hersteller sich deren „Hygiene-Vorteil“ haben bescheinigen lassen: So bestätigte laut Herstellerangaben beispielsweise die Uni Heidelberg die hygienischen Eigenschaften der Planheizkörper von Purmo. Der Bereich „Hygiene und Umweltmedizin“ habe dazu Heizkörper getestet, teilte das Branchenportal SHK-Profi mit. Damit seien die Heizkörper auch für den Einsatz in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen oder Arztpraxen geeignet.

Planheizkörper für Heizungssysteme im Niedertemperaturbetrieb

Ein Planheizkörper mit dünneren Blechen ist ebenso optimal für den Einsatz in einem mit niederer Temperatur betriebenen Heizsystem, sprich: eines, das von einem Heizmedium (zum Beispiel Wasser) mit niedrigerer Temperatur als der üblichen 75 bis 90 Grad Celsius durchströmt wird.

Typisch dafür sind beispielsweise Vorlauftemperaturen um die 55 Grad Celsius. Selbst bei 45 Grad Celsius Vorlauftemperatur vermag es ein hochwertiger Planheizkörper, den Raum schnell auf behagliche Temperaturen aufzuwärmen, da er Anteil an Strahlungswärme, die er abgibt, sehr hoch ist.

Daher lassen sich Planheizkörper auch gut mit den niedrigen Vorlauftemperaturen im Rücklauf einer Fußbodenheizung kombinieren. So nutzt man ein und denselben Wasserkreislauf für beide Komponenten des Heizungssystems und ein zusätzlicher sogenannter Mischerkreis wird demnach unnötig. Der Planheizkörper kann dann im kombinierten System die sogenannte Regeldämpfung der Fußbodenheizung ausgleichen. Praktisch deckelt die Fußbodenheizung die Grundlast und die Heizkörper deckeln die Spitzenlast.